Blasenschwäche
Blasenschwäche nennt man auch Harninkontinenz. Es bedeutet die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Blase zu entleeren ist ein komplexes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven, teils gesteuert vom Gehirn, großteils aber unwillkürlich vom Rückenmark. Je nachdem, wo und wie dieses Zusammenspiel gestört ist, werden vier Störungen unterschieden: a) Von der neurogenen Blasenentleerungsstörung spricht man, wenn die Nerven, die die Blasenentleerung kontrollieren, krankhaft unterversorgt sind. b) Bei Stressinkontinenz führen zu schwache Schließmuskel zu Blasenschwäche. c) Drang oder auch Urgeinkontinenz bedeutet, die Blasenentleerung erfolgt unwillkürlich bzw. ein starker Harndrang führt zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung. d) Die Überlaufinkontinenz beschreibt, dass der Urin wegen eines Hindernisses hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich „überläuft“. Auch eine Schädigung des Nervensystems kann zum Überlaufen führen, z. B. durch Diabetes oder Alkoholismus. Häufige löst eine vergrößerte Prostata (Hypertrophie) die Überlaufinkontinenz aus.
