Blasenentzündung

Auch Harnwegsinfekt. Die Harnwege reichen von den Nieren über die Blase bis zur Harnröhre. Normalerweise sind sowohl die Wege als auch der ausgeschiedene Urin keimfrei. Wenn sich Bakterien in den Harnwegen befinden, nennt man das Harnwegsinfekt. Dieser kann sehr unterschiedlich schwer verlaufen, von bedrohlichen Nierenentzündungen über einen Bakteriennachweis ohne Symptome. Aus anatomischen Gründen haben kleine Kinder und Frauen am häufigsten Harnwegsinfekte. Bei Männern steigt das Risiko einer Infektion mit dem Alter.

Blasenschwäche

Blasenschwäche nennt man auch Harninkontinenz. Es bedeutet die Unfähigkeit, den Urin in der Blase zu halten. Die Blase zu entleeren ist ein komplexes Zusammenspiel von Muskeln und Nerven, teils gesteuert vom Gehirn, großteils aber unwillkürlich vom Rückenmark. Je nachdem, wo und wie dieses  Zusammenspiel gestört ist, werden vier Störungen unterschieden: a) Von der neurogenen Blasenentleerungsstörung spricht man, wenn die  Nerven, die die Blasenentleerung kontrollieren, krankhaft unterversorgt sind. b) Bei Stressinkontinenz führen zu schwache Schließmuskel zu Blasenschwäche. c)  Drang oder auch Urgeinkontinenz bedeutet, die Blasenentleerung erfolgt unwillkürlich  bzw. ein starker Harndrang führt zu einer nicht unterdrückbaren Blasenentleerung. d) Die Überlaufinkontinenz beschreibt, dass der Urin wegen eines Hindernisses hinter der Blase nicht richtig abfließen kann und die Blase schließlich „überläuft“. Auch eine Schädigung des Nervensystems kann zum Überlaufen führen, z. B. durch Diabetes oder Alkoholismus. Häufige löst eine vergrößerte Prostata (Hypertrophie) die Überlaufinkontinenz aus.