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Anamnese

Die Anamnese ist die Krankheitsvorgeschichte des Patienten, mitgeteilt von ihm selbst oder von Angehörigen, ergänzt durch Angaben zu Krankheiten aus dem Familienbereich. Die persönliche Lebensgeschichte wird als „biografische Anamnese“ bezeichnet. Auch beim Urologen steht die ausführliche Befragung über das Allgemeinbefinden an erster Stelle. Erst dann wird die spezielle urologische Krankheitsvorgeschichte erhoben. Oft stehen Krankheitsbilder wie Erkältungen oder Infektionen, Mittelohr- oder Mandelentzündungen, Eiterherde (Abszesse), Baucheingriffe oder bei Frauen Unterleibsoperationen usw. in direktem Zusammenhang mit urologischen Erkrankungen. Der Urologe erkundigt sich über das momentane Befinden des Patienten, ob er starke Schmerzen, Fieber und Schüttelfrost hat und ob sichtbare Veränderungen des Harns bestehen. Er lässt sich die Stelle des Schmerzes zeigen und informiert sich über Art, Stärke, Dauer und Ausstrahlung des Schmerzes. Die Häufigkeit, Form und der Zeitpunkt (z. B. in der Nacht) des Wasserlassens sind von größter Wichtigkeit für die nachfolgende Untersuchung.

Androgene

Männliche Hormone. Das wichtigste Androgen ist das Testosteron, welches hauptsächlich im Hoden gebildet wird.

Antiandrogene

Medikamente mit Wirkung gegen die männlichen Hormone. (Das Prostatakarzinom wächst in den meisten Fällen Androgen-abhängig. Antiandrogene schränken seine Entwicklung ein.)

Antihormone

Substanzen, die die Wirkung der im menschlichen Körper gebildeten Hormone blockieren. Sie können zur Behandlung von hormonabhängigen Tumoren (z. B. Prostatakrebs) dienen.

Antiöstrogene

Substanzen, die die Wirkung von Östrogen an östrogenabhängigen Tumorzellen oder Metastasen blockieren. Behandlungsverfahren bei hormonabhängigen Tumoren, z. B. dem fortgeschrittenen Brustkrebs.

Antiphlogistika

Arzneimittel, die Entzündungen hemmen.

Anurie

Fehlende oder nur sehr geringe Harnausscheidung (weniger als 100 ml Harn in 24 Stunden), verursacht unter anderem durch ernsthafte Störungen der Nieren, Verschluss der Harnröhre und schweren Schock.

 

Anus praeter (naturalis)

Künstlicher Darmausgang im Bereich der Bauchdecke zur Stuhlentleerung in einem Auffangbeutel.